Gürtelrose – Herpes Zoster

herpes zoster bauchDie Gürtelrose oder in der Fachsprache Herpes Zoster ist eine Erkrankung, die durch die Varicella Zoster Viren übertragen wird.

Es handelt sich also nicht um dasselbe Virus, welches für den Herpes Labialis und Herpes Genitalis verantwortlich ist.

Bei einer Erstinfektion (meist im frühen Kindesalter) führt eine Übertragung der Viren immer zu den gut bekannten Windpocken. Sind diese erst einmal überstanden, ziehen sich die Viren zurück – bleiben aber ein Leben lang im Körper und warten darauf, sich wieder zu reaktivieren. Bei der Reaktivierung mit den Viren kommt es dann jeweils zur Gürtelrose.

Ansteckung mit den Viren

Eines ist wichtig zu verstehen: die Gürtelrose ist nicht gleich ansteckend wie die Windpocken UND wer schon mal an den Windpocken gelitten hat, kann sich nicht erneut mit dem Virus infizieren.

Warum das so ist? Bei einer Erstinfektion mit dem Virus kommt es immer zu den Windpocken! Erst eine Reaktivierung der Viren (die ein Leben lang im Körper bleiben) führt zu einer Gürtelrose.

Deshalb muss die Frage lauten: Was sind die Ursachen für eine Reaktivierung der Viren und wie kann man sich bei einer Gürtelrose oder den Windpocken anstecken?

Wie steckt man sich an?

Die Windpocken sind viel ansteckender als die Gürtelrose, die nur über die Schmierinfektion übertragen werden kann, d.h. bei der Berührung von Gegenständen, die mit dem Virus infiziert sind. Windpocken hingegen werden auch über die Tröpfcheninfektion übertragen. Dies ist auch der Grund, weshalb die meisten Menschen schon im Kindesalter damit infiziert werden.

Welche Ursachen für eine Reaktivierung der Viren gibt es?

Meistens kommt es zu einem erneuten Ausbruch, weil das körpereigene Immunsystem geschwächt ist. Dies kann auf verschiedene Art und Weise geschehen:

  • Stress (physisch oder psychisch bedingt)
  • Krankheiten (insbesondere Fieber, Grippe)
  • AIDS
  • Immunschwächende Medikamente
  • Starke UV-Einstrahlung

Typische Symptome von Herpes Zoster

Das bekannteste Symptom der Gürtelrose ist natürlich der oft am Oberkörper auftretende Hautausschlag (gürtelförmig). Weitere Anzeichen sind:

  • Schwellungen der Haut
  • Bläschenbildung
  • Müdigkeit und allgemeine Abgeschlagenheit
  • Brennende Schmerzen (am ganzen Körper)
  • Leichtes Fieber

Dauer der Gürtelrose

Das lästige an der Gürtelrose ist, dass sie relativ lange dauern kann. Im Normalfall wird man sie nämlich nicht vor 2 Wochen los und es kann durchaus vorkommen, dass sie 3-4 Wochen standhält.

Wichtig ist, egal wie lange die Erkrankung dauert, dass man sich schont. Neueste Forschungen haben nämlich gezeigt, dass Personen, die an einer Gürtelrose leiden, 30% mehr Risiko auf einen Schlaganfall haben.

Behandlung der Gürtelrose

Die Behandlung der Gürtelrose kann auf viele verschiedene Arten geschehen. Wichtig dabei ist, dass man frühestmöglich damit beginnt.

Die häufigste Behandlungsmethode sind eindeutig die Virostatika. Üblicherweise werden dabei die folgenden Medikamente angeboten:

  • Zovirax (Wirkstoff: Aciclovir)
  • Famvir (Wirkstoff: Famciclovir)
  • Valtrex (Wirkstoff: Valaciclovir)
  • Zostex (Wirkstoff: Brivudin)

Wenn du mehr über die Gürtelrose wissen möchtest, lies am besten unsere separaten Artikel dazu.

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